Reiner Gärtner

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Journalist, Informationsarchitekt, Fachkraft für Solartechnik

Windows-Programme auf dem mac – es geht ganz ohne Windows

Seit vielen Jahren schon komme ich mit meinem mac gut ohne Windows-Software aus. Zuerst haben alle Kollegen über mich gelacht, jetzt haben viele von denen auch einen mac.

Vor kurzen musste ich doch ausweichen auf das ungeliebte Betriebssystem aus Seattle. Mein Pages schaffte es nicht so richtig, Dokumente im Microsoft Word-Format zu exportieren und so versuchte ich, Windows unter Parallels zu installieren. Klappte leider nicht so richtig. Also musste ich mir Office für den mac kaufen.

Vor ein paar Tagen las ich über ein kleines Tool, das man aus der Linuxgemeinde schon gut kennt, das es aber erst jetzt für den mac gibt: Wine und Winebottler.

Damit kann man Windows-Programme auf dem mac laufen lassen, ohne Windows installiert zu bekommen. Das kam etwas spät, denn gleichzeitig klingelte DHL und brachte Office für den mac. Also probierte ich sofort aus, ob ich mein Windows Office nicht auch ohne Parallels und co zum Laufen bekomme.

Einmal installiert sitzt Wine im Hintergrund und wartet darauf, dass man .exe-Dateien öffnet. Dann öffnet sich Wine und X11, man wird gefragt, ob das Programm in eine ordentliche mac app zum Weitergeben gewickelt werden will und muss dann eine Weile warten.

Die Installation von Windows-Office hat nun nicht geklappt, aber immerhin konnte mein Rechner das Installationsprogramm starten und erst nach etwa 20 Minuten und 60 Prozent der Installation sagte mir Office, das es jetzt nicht mehr weiter wolle.

Ich wollte aber nicht aufgeben und probierte es am mac meiner Frau. Die muss nämlich ein bestimmtes PC-Programm benutzen und ärgert sich immer, dass es ewig dauert, bis sie es per bootcamp aufrufen kann. Also, Wine installiert, dann das Programm. Installation scheint wirklich unkomplieziert zu sein und diesmal klappte es sogar. Das Programm wird einfach in einem Fenster geöffnet, das geht schnell. man kann sogar daraus drucken und auf die Onlineverbindung zugreifen.

Ich finde, dass Wine und Winebottler (das macht die app) eine echte Bereicherung ist. Ich habe gar keine Ahnung mehr, welche PC-Software ich einsetzen müsste, aber es gibt ja immer wieder Sonderprogramme, die man nur mit einem PC öffnen kann. Einen Versuch ist Wine allenfalls wert. Zumal es freeware ist.

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Ganz schön aufgeräumt: meine Schreibräume


Wie sich doch die Gewohnheiten ändern: Früher konnte ich ohne Musik nicht schreiben. Ständig lief das Radio, ich brauchte Stimulation, Impulse, um etwas zu schreiben. Oft schrieb ich auch in lauten Cafes, dort hatte ich meine besten Ideen. Vor allem mein free writing-Spurts konnte ich gar nicht zuhause in Ruhe schreiben. Es musste immer etwas los sein.

Der WriteRoom - sachlich schwarz und grün - reduzierter geht es nicht mehr

Der WriteRoom - sachlich schwarz und grün, reduzierter geht es kaum

Inzwischen ist das anders: Zwar gehe ich immer noch hin und wieder in ein Cafe, in Wangen ist es das Cafe Moritz und ich München das Black Bean (in beiden Cafes gibt es kostenlosen WLAN-Zugang), doch meistens sitze ich doch lieber zuhause in meinem Büro und schreibe in Ruhe. Gerade für meine ersten Versionen, die ersten Drafts gebe ich mir immer mehr Freiraum. Manche Artikel und Beiträge sind bereits generalstabsmäßig geplant, die schreibe ich dann direkt in Word oder Pages.

Für andere Schriftstücke brauche ich mehr Raum – und das wortwörtlich: Bisher schrieb ich solche Texte im WriteRoom für den mac. Das ist nichts anderes als eine Blackbox, in der ich mir erlaube, einfach drauflos zu schreiben. Ich korrigiere nicht sofort, sondern lasse meinen Gedanken freien Lauf. Denn manchmal muss man sich freischreiben, viele Worte wegschreiben, bis man zum Kern kommt. Wenn ich den WriteRoom starte, dann wird der Bildschirm komplett schwarz und es blinkt nur ein grüner Cursor. Dann mache ich nichts anderes als in die Tasten zu hauen. Richtig schön single tasking.

Ich erlaube mir dabei, Fehler zu machen, mich zu vertippen, das macht gar nichts. Den Redakteur in mir brauche ich später. Denn wenn ich meinen internen Redakteur schon jetzt einschalten würde, dann käme ich zu gar nichts. Viel zu früh winkt der ab, will immer nur Worte und Satzstellungen ändern. Ein elendiger Bremser ist das. Aber ich sollte nicht so fies über meinen internen Redakteur sprechen, denn ich werde ihn später noch einmal zum Aufräumen und Umstellen brauchen. Dann aber in Word oder in Pages.

Der Omniwriter - winterlich schön schreiben

Der Omniwriter - winterlich schön schreiben

Mit dem Ommiwriter habe ich nun eine echte Alternatve zum WriteRoom gefunden. Der Bildschirm ist ähnlich reduziert wie im WriteRoom, im Hintergrund läuft eine meditative Musik, die mir erstaunlicherweise noch nicht auf den Keks gegangen ist. Vielleicht nehme ich den Ommiwriter für ganz bestimmte Schreibübungen und Schreibaufgaben. Denn manchmal muss man sich in einen anderen Raum bewegen, um wieder eine andere Sichtweise auf die Dinge zu bekommen, um sich wieder zu kalibrieren. Ommiwriter ist übrigens kostenlos und wirklich empfehlenswert.

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Google findet nun Tweets in Echtzeit

traceconsult

Seit ein paar Tagen stellt google den Web-Suchergebnissen aktuelle Twitter-Tweets zum Suchbegriff voran. Das wertet die Echtzeit-Tweets erheblich auf. Denn auf einmal zählt die Aktualität und die Frequenz – und zwar nicht nur auf der Website, sondern vor allem über Twitter.

Es ist erstaunlich, dass so viele selbsternannte Medienprofis in Deutschland noch immer nicht verstanden haben, was Twitter bedeutet, was man damit anfangen kann. Viele sehen in Twitter eine Spielerei, verstehen nicht die Relevanz und drücken es auf die selbe Ebene wie Facebook und co. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, die Mechanismen in Twitter zu verstehen, anzuwenden und sich bestimmte Themen über Keywords zu erobern.

Statt Website optimieren: besser und mehr twittern

Ein Beispiel: Ein guter Freund von mir ist Geschäftsführer von Traceconsult, da geht es grob um das Monitoring der Versorgungskette von GMO-freien Agrarrohstoffen, also vom Feld bis hin zum Regal im Supermarkt („einem führenden Beratungsunternehmen im Bereich praktischer Umsetzung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Produktion von Lebensmitteln”).

Die Website würde kaum jemand finden, denn in dem Bereich gibt es viele große Websites. Zumal auf der Website wenig Bewegung ist. Und wir wissen ja: Google mag es, wenn sich auf Websites viel bewegt, neue Inhalte entstehen.

Mit intelligenten Tweets und clever gewählten keywords, also nicht nur “non-gmo“, sondern fachlich tieferen Begriffen, kann man die Zielgruppe in Twitter viel genauer ansprechen. Und das Interessante dabei: Wer in google nun gezielt nach Begriffen sucht, wir immer wieder auf die Tweets stoßen, die ja nur 120 Zeichen enthalten, also im besten Fall genau auf die Zielgruppe kalibriert und reduziert sind. Dazu benötigt es viel Fingerspitzengefühl. Ich sehe noch immer Tweets, in die nur etwas reinkopiert wurde. Solche Tweets findet man höchstens noch über die Suchmaschinenfunktion in Twitter (Tipp: Beginner sollten unbedingt eine übersichtliche Twitter-Software herunterladen).

Die eigene Website dabei nicht vergessen

Twittern bringt nur etwas, wenn man die Tweets auch mit der eigenen Website verknüpft. Erster Schritt für neue Twitterer ist daher, das Twitter-Profil so auszufüllen, dass auf der Twitter-Seite der Name, eine aussagekräftige Beschreibung und vor allem ein Link zur Website steht. Denn wenn google schon die Tweets durchsucht, dann sicherlich auch das Feld „Website”. Auch wichtig: Twittern Sie öfter und vor allem relevante Inhalte, denn nur so bekommen Sie “Follower”. Und: Was schon seit Jahren in XING gilt (klick auf das Profil von Headhuntern, so werden sie auf dich aufmerksam) gilt auch hier. Abonnieren Sie fachlich passende Twitterer, die selber viele Follower haben.

Das Thema „Follow me” behandele ich demnächst mal. Jetzt sollten Sie einfach mitnehmen, dass Twitter wichtig ist und sie im neuen Jahr unbedingt damit anfangen sollten. Wenn Sie mögen, mache ich Sie auch persönlich fit für Twitter und co. Melden Sie sich einfach bei mir.

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googlewave: Wellenreiten für Nichtschwimmer

Ich bin nun einigen Wochen auf der googlewave-Welle mitgeritten, Zeit für ein Update. Mittlerweile haben sich sogar einige meiner Freunde angemeldet, so dass ich theoretisch mit denen googlewaves starten könnte. Das habe ich mit den meisten auch probiert. Doch die meisten waves liefen immer nach dem selben Muster ab.

Ich: „Willkommen zu  meiner googlewave. Schau mal, was man hier machen kann. Schau mal, Du kannst alles editieren, Deine Sachen, aber auch meine Texte.”

Freund 1: „Kapier nicht, was man hier machen kann.”

Freund 2: „Viel zu kompliziert.”

Freund 3 hat etwas rumgespielt, aber dann ging es nicht weiter. Und genau hierin liegt das Problem. Es gibt ja einige, die inzwischen viel mit googlewave arbeiten, der Rest – darunter Menschen, die sich mit moderner Technologien auskennen sollten – versteht es nicht. Wie sollen es dann die jenigen verstehen, die technologisch noch weiter hinterher hängen? Mein Bauchgefühl: So klappt das nicht mit googlewave.

Mit einem anderen Freund starte ich gerade eine neue Welle. Auch das geht nur schleppend voran. Warum? Weil er offenbar gar nicht mitbekommt, was in der Welle passiert.

Was ich immer noch nicht verstanden habe:

  • Wie kann ich öffentliche Wellen komplett öffentlich stellen, also für alle im Web. Wäre doch prima, wenn es in googlewave einen button “publish on the web” geben würde. Geht nicht, oder? So lange ich in dieser proprietären Welt lebe, wird das kein Knüller. Grüße an compuserve und aol.
  • Dann würde mich wirklich interessieren, wer das copyright der Texte in der wave hält. Ich würde nämlich mal testweise eine Welle zum Thema “Energiewende auf Stadtebene” starten, die Texte aber journalistisch auch weiterverwenden. Was mache ich also mit den Inhalten, die jemand anders in die Welle geworfen hat?
  • Wie ich die googlewave besser kontrollieren kann. Es passiert scheinbar immer wieder, dass gerade die öffentlichen Gruppen ständig neu starten müssen, weil ein Unbedarfter die Welle zerstört hat.

Also, ich mache weiter, will mit googlewave mal ein Projekt durchziehen. Jetzt stellt sich nur die Frage, mit wem ich das mache und welches Projekt man mit googlewave abwickeln kann. Es bleibt also spannend.

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Die perfekte Welle sieht (noch) anders aus

googlewave3

Wenn Sie schon länger im Internet unterwegs sind, dann hatten Sie bestimmt auch noch eine Signatur, die etwas über Ihre wahre Einstellung verriet. Dazu brauchte man damals keinen Blog, Facebook oder Twitter, sondern eben nur E-Mail.

Erinnern Sie sich noch? War es ein Zitat oder ein launiger Spruch wie „An apple a day keeps the doctor away”? Bei mir stand von 1996 bis mindestens 2001 – da war es schon so uncool, dass es wieder retro war – folgender Spruch unter meinen E-Mails:

„You can‘t stop the waves – but you can learn to surf”

Wer hätte damals gedacht, dass in dem Satz nicht nur tiefe Weisheit steckt, sondern noch mehr, sich richtig visionäre Ansätze zeigen. Klar, das wusste ich immer schon. Naja, vielleicht auch nicht. Aber jetzt steht fest: Wir denken bald nur noch in waves, in Wellen, die auf uns zuschwappen und wir nur hoffen, dass sie uns nicht wegspülen werden. Jedenfalls, wenn es nach dem Willen der Visionäre von Google geht.

Zugegeben, damals gab es das Bild der Informationsflut auch schon, aber die Wellen waren draußen am Strand, am Pacific Beach in San Fran und nicht in einer blau umrandeten Box in meinem Browser. Aber jetzt trifft sie uns, die perfekte Welle, die antritt, die seit 30 Jahren unangefochtene Killeranwendung des Internets, die E-Mail, herauszufordern. Bald heißt es: „Ich hab Dir ne wave geschickt. ” Wer da noch auf E-Mails wartet, wird weggespült. Ob es wirklich soweit kommt? Ich bin gespannt.

„You can‘t stop the google wave – but you can learn to use it for your benefits”

Seit ein paar Tagen bin ich also auch auf der „Welle”. Ich sitze also auf meinem Brett, schaue auf ein ziemlich flaches Meer und warte auf eine prima Welle, mit der ich eine Weile Zeit verbringen kann. Meine Freunde sind noch nicht da, deswegen schaue ich mir zunächst an, welche Wellen gerade laufen.

Auf den ersten Blick sieht Google Wave aus wie ein gepimptes Googlemail: Links ein paar Ordner, in der Mitte ein paar Nachrichten und links Detailansichten der Nachrichten. Das sind also die waves. Eine Nachricht ist eine wave, weil darin jeder mitpfuschen kann. Ich schicke also nicht einem anderen User eine E-Mail, warte dann die Antwort ab und schreibe zurück, ich starte eine Welle, schreibe meine Nachricht rein und warte. Jetzt kommt schon die erste Hürde: Wer mit auf der Welle reiten will, muss natürlich auch google wave-Mitglied sein. Wer das nicht ist, hat Pech gehabt.

Zusammen “waven” – wer will das?

Wer aber dabei ist und auch in meinen Kontakten eingeordnet ist, kann zu einer wave eingeladen werden. Wir können dann beispielsweise zusammen in einer Wave an einem Dokument arbeiten. Das geht in Echtzeit. Spannend. Also ist das so, als würde ich mit meinem Kumpeln mit einem Messenger chatten und wir erstellen gleichzeitig ein Dokument.

Wenn jetzt viele Leute an einer wave arbeiten und in der Lage sind, tatsächlich so konsistent und konzentriert dabei zu bleiben, dann hat man nicht nur etwas zusammen geschafft, sondern kann genau verfolgen, was jeder Teilnehmer dazu beigetragen hat.

Mehrwert oder mehr Müll? Das weiß bisher niemand.

Warum soll das wave besser können als alles per E-Mail zu regeln? Manche Prozesse können ja mitunter sehr kompliziert werden: Es fliegen viele E-Mails hin und her und am Ende wissen nur die wenigsten der Beteiligten, worum es geht. Vielleicht haben Sie auch die Erfahrung gemacht, dass eigentlich niemand mehr Zeit hat, überhaupt noch E-Mails zu lesen. In der wave bleibt alles zusammen. E-Mails, Dokumente, Bilder, Audio-Kommentare und Videos dazu. Wenn jemand etwas ändert oder etwas hinzufügt, dann aktualisiert sich die Welle wie ein rss-Feed. Das soll die Übersichtlichkeit verbessern. Ob das funktioniert oder doch eher verwirrt? Darüber schreibe ich in der nächsten Folge.

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Ein Portrait über mich

Habe gerade gesehen, dass das Clean Energy Project ein Portrait über mich veröffentlicht hat. Darüber freue ich mich natürlich.

>> Clean Energy Project: Reiner Gärtner – reist der Energiewende voraus

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Nun ist alles auf Wordpress mu

Nachdem ich die letzten Tage ein anderes Projekt auf Wordpress MU gebracht habe, sitzt nun reinergaertner.de ebenfalls auf einer Wordpress mu. Der Vorteil: Nun kann ich auch meine anderen Präsenzen (vor allem greenswitch.de, das noch auf einer alten Typo3-Installation läuft) umziehen und ebenfalls mit dieser Wordpress-Installation betreiben. Damit brauche ich nur eine Installation frisch zu halten und kann mich auf die Inhalte und die Inhaltsaggregation (auf reinergaertner.de, Facebook und Twitter) kümmern. Zentrale Plattform wird dann also reinergaertner.de.

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Jetzt wieder zurück auf Wordpress

Ich habe seit einer Weile meine Website mit Joomla betrieben. Nun habe ich mich entschlossen, wieder alles auf Wordpress umzubauen, weil mir das System erheblich flexbiler und zukunftssicherer erscheint.

Jetzt muss ich nur noch die notwendigen Plugins installieren und das Template bearbeiten.

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