Du musst nichts müssen ...

Viele versinken in ihren To-Do-Listen, können nicht schlafen, weil alles im Kopf surrt, noch so viel zu tun ist. Und überhaupt: Nie hört das auf, nie ist man fertig. Ich muss das, ich muss jenes; wenn ich das geschafft habe, dann bin ich noch lange nicht fertig, aber wenigstens einen Schritt näher zum Fertig.

Aber was wäre, wenn es dieses „Fertig“ gar nicht gibt? Weil sofort wie in einem mit Wasser gefüllten Schlammloch die sandigen Ränder immer wieder einstürzen, das Fertigmachen gar nicht lohnenswert ist? Und was „musst“ Du überhaupt? Klar, wir wollen uns gut fühlen. Und dazu gehört das Fertigstellen, das Abhaken. Aber was davon musst Du wirklich, wer verlangt das von Dir? Dein Boss oder Du?

Einfacher lebt es sich, wenn Du genau weißt, wann Du etwas wirklich musst und wann es sich lohnt, die Konsequenzen für das Nichtmachen-obwohl-Du-es-hättest-machen-müssen einfach zu ertragen, den Preis zu zahlen. Dann wird aus allem eine einfache Abwägung: Muss ich das wirklich, brauche ich das? Vielleicht reicht auch ein herzhaftes „So what?!“. Dann bleibt mehr Zeit für das Wenige und das Wesentliche; für die Dinge im Leben, die sein sollen, die einfach „müssen“.