KI-basierte Smart-Brillen: Co-Pilot oder Arbeitsdrohne?
Ich habe heute ein interessantes Podcast-Interview mit einem Fraunhofer-Experten gehört. Er sprach über die Anwendung von KI und insbesondere Smart-Brillen im industriellen Bereich. Seine Erklärungen waren durchaus interessant, insbesondere die Möglichkeit, diese Brillen in vielen Produktionsbereichen zur Unterstützung von Mitarbeitern einzusetzen, die möglicherweise keine Facharbeiter sind.
Der Ansatz ist interessant: Dabei werden Experten interviewt, um Informationen zu sammeln und aufzubereiten (in dieser Rolle würde ich mich gerne sehen). Dieses Wissen fließt dann in ein Modell, das den Kontext der Arbeit mithilfe einer Smartbrille erfasst. So können Anwender Fragen stellen oder Anleitungen erhalten, was zu tun ist, was falsch gemacht wurde und wie man es beheben kann.
Die Frage nach dem Warum
Das ist alles sehr schön und nett, aber für mich stellt sich immer die Frage nach dem Warum. Ich verstehe den Fachkräftemangel und die Notwendigkeit von Unterstützung, aber laufen wir Gefahr, zu reinen Ausführenden zu werden? Müssen wir uns genau an vorgegebene Ideen halten und werden zu willenlosen Co-Piloten anstatt zu Fahrern?
Verlassen wir uns dann zu sehr auf die Technik, sind nicht mehr kreativ und vielleicht auch nicht mehr so engagiert? Werden wir zu Arbeitsdrohnen, die einfach nur eingesetzt werden? Ich bin mir nicht sicher, wie ich mich in einer solchen Welt fühlen und wie sich meine Kinder darin fühlen würden, sollten sie nicht die Chefs und Entscheider von morgen werden und es auch gut mit den Menschen meinen.