Yes, Yes, Yes, immer weiter. Ich tippe nur noch auf Yes. Den Plan? Den habe ich nur kurz überflogen. Das Ergebnis schaue ich nur kurz an. Denn es muss sofort weitergehen. Yes, weiter. Das ist der KI-Schweinsgalopp, in dem ich mich befinde; bei dem ich mitmuss. Aber warum eigentlich?
Angefangen hat es harmlos. Zuerst frisst die KI die lästige Routinearbeit. Schnell lassen wir die KI immer mehr und immer komplexere Aufgaben ausführen, bald gleichzeitig. Die Agenten übernehmen, aber wir müssen noch dabeisitzen, um die Schritte nachzuvollziehen und abzunicken - wenn man es will oder überhaupt noch in der Kürze der Zeit versteht.
Und dann kommt es zur Situation, mit der ich oben eingestiegen bin und in der ich mich derzeit befinde: Ich lese die umfangreichen Pläne der KI kaum noch durch, tippe nur noch auf „Yes". Immer wieder „Yes". Yes. Yes. Einfach weiter. Yes, yes, ich lasse es nun automatisch laufen. Dann schaffe ich mehrere Projekte gleichzeitig. Ich muss nur noch in die Projektfenster wechseln und Yes klicken. Das Modell ist nun schlau genug, es hat sowieso schon alles im Kontext, im Memory und es korrigiert sich auch. Yes, yes, yes. Dann angucken, ein wenig korrigieren. Yes! Das ist alles sehr imponierend, ja förmlich Magie - aber irgendwie auch fad, denn ich habe niemals die Zeit, um die ganzen Zaubertricks zu lernen, geschweige denn meistern.
Doch dann, nach und nach, fragt man sich, ob es ausfüllend ist, nur noch auf Yes zu drücken. Man könnte die Agenten ja doch auch komplett rennen lassen; bis zum Ende, über Nacht, den ganzen Tag. Das bringt Effizienz und spart Kosten. Aber dann passiert etwas, woran Du nicht denkst: Das passiert alles ohne Dich. Du wirst dafür nicht mehr gebraucht. Dann bist Du weg. Ausgerechnet du, Pionier der KI! Vom Handelnden, zum Ausführenden, zum Zuschauer, Altenpfleger oder Arbeitslosen. Vielleicht solltest Du herunterbremsen oder nicht so oft auf Yes klicken, um dazubleiben. Komische Zeit.