Nie mehr Powerpoint: Markdown-Präsentationen mit GitPitch (Teil 1)

/ Hack

Seit vielen Jahren erstelle ich meine Texte mit Markdown. Damit bin ich schneller und unabhängiger als mit allen Microsoft-Produkten. Der große Vorteil ist, dass ich mit einfachen Formatierungen per Knopfdruck Word-Dokumente, PDFs, E-books oder auch Webseiten ausgeben kann. Gleichzeitig hilft die bessere Strukturierung beim Schreiben und Lesen. Auch diesen Blog schreibe ich in Markdown.

Nur bei Präsentationen musste ich noch auf Power Point oder Keynote setzen. Doch gerade hier ließe sich mit einer einfachen Markdown-Lösung viel Zeit bei ähnlich gutem Ergebnis erzielen. Es gibt verschiedene Ansätze und technische Lösungen (dazu an anderer Stelle mal mehr), doch besonders vielversprechend ist GitPitch. Ich spiele schon seit einem guten Jahr damit herum.

Stellen Sie sich vor: Sie haben in 10 Minuten ein Meeting und würden gerne strukturiert berichten. Da lohnt es sich nicht, mit Powerpoint anzufangen. Ein paar Zeilen in GitPitch per Markdown und Sie können entspannt ins Meeting gehen.

Und so funktioniert GitPitch: In einer Markdown-Datei werden die Folien erstellt, in einer weiteren Datei wird das Layout per CSS gesteuert. Die Daten liegen auf einem Server (einem GIT-Server) und dann per Link aufgerufen. Damit lässt sich die Präsentation überall verändern (denn letztendlich verändern wir ja sowieso nur noch Reihenfolgen und Texte, wenn die Präse mal steht), die Präsentation lässt sich von verschiedenen Geräten unkompliziert ändern und das lästige Powerpoint-Gefummel fällt weg.

Heute habe ich den ganzen Tag damit verbracht, GitPitch auch lokal auf meinem Mac zum Laufen zu bekommen. Das hat funktioniert. Zwar funktioniert es momentan immer noch über GitHub, aber ich bin schon in der Lage, die Offline-Version auf meinem Rechner abzuspielen. Dazu habe ich einen Webserver per Python installiert. Auch das ging erstaunlich einfach. Zum Einsatz kam auf der CLI, für das man die Terminal App benötigt, Java, Homebrew, npm und ein paar andere feine Sachen. Das hat letztendlich hervorragend funktioniert. Im Video dokumentiere ich im Schnelldurchlauf meine Installation auf dem iMac:

Und wenn ich das kann, dann können Sie das auch. Ich habe mich überwiegend an diese Anleitung gehalten:

  • Terminal öffnen: Finder / Gehe zu / Dienstprogramme / Terminal (ab jetzt wird nur noch im Terminal gearbeitet)
  • Java installieren: Erst im Terminal prüfen, ob auf dem Rechner noch eine neue Version sitzt (meistens nicht), dann Java installieren, wie im Video gezeigt.

    javac -version
  • Brew installieren — Im Terminal folgendes eingeben:
/usr/bin/ruby -e "$(curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/Homebrew/install/master/install)"
  • sbt installieren:
brew install sbt@1 (http://www.scala-sbt.org/download.html)
  • GitPitch “clonenº:
git clone https://github.com/gitpitch/gitpitch.git

Ins GitPitch-Verzeichnis wechseln und die Installation starten:

CD Gitpitch
sbt run

Die GitPitch-Präsentation lässt sich dann so aufrufen: http://localhost:9000/gitpitch/kitchen-sink

Wenn die GitPitch-Präsentation auf GitHub liegt, dann muss das Format so aussehen: http://localhost:9000/user/repo/branch

Im nächsten Blogartikel erkläre ich dann, wie Sie GitPitch-Präsentationen komplett offline zeigen können.

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