Wir schreiben für China — „Prime time“ für automatische Übersetzungen

September 17, 2018 · 2 minute read

Ich habe mich kürzlich gefragt, ob die automatisierten Übersetzungen von Google Translate und co. mittlerweile so gut geworden sind, dass man sie bedenkenlos auch Sprachen übersetzen lassen könnte, deren Übersetzung man nicht mehr kontrollieren kann.

Schließlich leben wir in einer globalen Welt. Und da wäre es interessant, Websites zu erstellen, die gar nicht deutsche Leser interessieren, sondern die ohne Umweg andere Sprachkulturen ansprechen. Ich denke da beispielsweise in Richtung Reiseführer und Services. Da geht noch mehr.

Wie bin ich darauf gekommen? Neulich wollte ich für meine B2BSoMeßWebsite zumindest eine englische Startseite erstellen und dachte mir: Warum lasse ich nicht einfach die deutsche Seite automatisch übersetzen ajö korrigiere dann ein wenig? Da kam mir gerade recht, DeepL auszuprobieren. Das ist ein deutsches Startup, dessen Technologie momentan sogar besser als die von Google und Microsoft ist. Also ausprobieren.

Die Übersetzungen in DeepL sind der Hammer!

Kurzum: Ich habe verschiedene Absätze übersetzen lassen und war begeistert von dem Ergebnis. Sehr gut. Daraufhin habe ich auf LinkedIn einen Beitrag veröffentlicht, in dem ich meine Kontakte und deren Kontakte eingeladen hatte, in acht verschiedenen Sprachen mir zu sagen, ob die Übersetzung wenigstens so gut ist, dass man sie auf eine Website packen könnte, ohne sich dabei Zu blamieren.

Für die in Europa vorherrschenden Sprachen habe ich DeepL benutzt (kann nur sieben Sprachen) und dann habe ich noch Arabisch und Chinesisch von Google Translate genommen.

Da machen mehrsprachige Websites noch mehr Sinn

Die ersten Feedbacks kommen gerade rein und selbst meine chinesische Bekannte sagte, es wäre wirklich optimal übersetzt worden. Ich kann also nun meine Globalisierungsstrategie und auch das globale SEO komplett überdenken — Hurra!

Ich könnte also nun für meine Zielgruppe „reiche Chinesen, die Europa besuchen können/wollen“ eine Website schreiben, die ansprechend gestaltet ist und genau den Ton trifft. Zumindest den SEO-Ton. Natürlich müsste man das noch ein wenig kulturell umschreiben, aber es wäre besser als nichts und schnell zu machen.

Eine Allgäu-Reiseseite für Chinesen — warum nicht?

Wenn ich also in Deutsch etwas verfasse und schon ein wenig Schlüsselwort-Aspekte mitdenke, dann könnte ich das in verschiedene Zielsprachen übersetzen, Domains kaufen, und mein Glück versuchen. Und genau das werde ich mit verschiedenen Projekten probieren, die noch in meinem Hinterkopf sitzen. Demnächst dazuin diesem Blog.