Reiner Gärtner

Persönliche Notizen aus Digitalien.

Reiner Gärtner - Newcastle, Australien

Wann ist etwas fertig?

Ich beschäftige mich gerade sehr mit Scrum. Eigentlich ist das nichts Neues, denn ich „scrumme“ schon seit 2007. Damals lebten wir auch in Australien und mein Ziel war eine bessere Selbstorganisation. Meine Tochter war damals 1,5 Jahre alt und ich war furchtbar gestresst von der Hausarbeit und der Kinderbetreuung, während Mama im Krankenhaus arbeitete. Ich hatte mir das anders vorgestellt mit dem Arbeiten nebenher. Und so war ich auf der Suche nach effizienten Arbeitsmethoden.

Frühjahrsputz für die Inhalte

Australien ist es ja noch Sommer und die nächste Jahreszeit ist folglich der Herbst. Warum komme ich also nun mit dem Thema „Frühjahrsputz“? Ich denke, das ist ganz unabhängig von der Saison und sollte regelmäßig, etwas jeweils zu Anfang des Quartals durchgeführt werden. Dann geht es insgesamt schneller und macht mehr Spaß als sich durch verstaubte Inhalte durchzuarbeiten. Schauen wir uns also mal die Inhalte an und finden heraus, welche der Inhalte noch relevant sind, welche umgeschrieben oder entfernt werden sollten.

Leg den Hörer auf, wenn Du es begriffen hast

Ich habe kürzlich ein Zitat von Alan Watts gehört: „If you get the message, hang up the phone.“ Bei mir kam es so an: „Wenn Du es begriffen hast, dann lasse es ziehen und kümmere Dich um andere Sachen.“ Nun habe ich das Zitat mal im Internet gesucht und herausgefunden, dass das Zitat verkürzt war. Offensichtlich stammt das Zitat aus den psychedelischen Zeiten von Watts, aber die das komplette Zitat hat noch einmal einen anderen Dreh:

Digitale Zettelwirtschaft

Vielleicht bist Du auch ein „Knowledge Worker“ und sitzt die ganze Zeit am Computer, um wichtige Dinge herauszufinden. Suchen kann jeder. Du gibst etwas in Deine Suchmaschine ein und dann frisst Du Dich durch die Trefferliste. Aber wie und wo legst Du die Informationen ab – und was machst Du damit? Stelle Dir vor, Du bekommst einen unerwarteten Anruf. Im Gespräch entstehen wichtige Informationen, die Du unbedingt festhalten musst. Schreibst Du es per Hand auf einen herumliegenden Kassenzettel oder öffnest Du eine App auf Deinem Handy.

Von Binnenmajuskeln und Gender_Gaps

Liebe Leserinnen und Leser, ich bin ein höflicher Mensch der alten Schule und deswegen nenne ich Frauen immer an erster Stelle. Vielleicht bin ich unverbesserlich altmodisch. Ich halte Frauen gerne die Tür auf. Aber ich mache das auch für Männer. Und für Kinder. Ich mag es einfach nicht, wenn jemand vor mir durch eine Tür läuft und genau weiß, dass jemand – nämlich ich – gleich hinterherkommt und die Türe trotzdem zuknallen lässt.

Erzähl mir nichts vom Leben...

„Erzähle mir nichts über das Leben (denn ich bin älter und erfahrener), sondern bringe mir die Fähigkeiten bei, mit denen ich weiterkomme.“ Das sind die Sprüche, die vor allem jüngere Coaches und Berater zu hören bekommen. Und wenn sie es nicht hören, dann ist es meistens in den Gesichtern der CEOs und Geschäftsführer geschrieben. Doch das betrifft nicht nur die „Juniors“, sondern auch gleichaltrige oder sogar ältere Menschen. Denn die Chefs haben gefühlt einen höheren Rang, eine bessere Stellung, mehr Geld und Status.

Raspberry Pi-Backup auf OneDrive mit Rclone und Restic

Ich verbringe immer mehr Zeit mit meinem Raspberry Pi, der in meinem Outdoor-Office im Gartenschuppen zum Einsatz kommt. Der Raspberry Pi ist mehr als ein minimaler Schreibcomputer (ich schreibe meine Texte mit der NEO-Tastaturbelegung in Markdown, synchronisiere die Website per GIT in Bitbucket und schiebe dann die mit Hugo erstellte Website per rsync-Deploy auf meinen Uberspace). Hört sich kompliziert an, ist aber ein wunderbar einfacher und schneller Workflow - wenn er einmal läuft.

Bringst Du Deine PS auf die Straße?

Vor einigen Jahren habe ich darüber geschrieben, dass es nichts bringt, wenn Du Dich immer nur auf den Ernstfall vorbereitest, dieser aber nie eintritt. Oder, es passiert das erwartet-unerwartete-unbekannt-Ungeheuerliche und Du bringst trotzdem nichts auf die Reihe. Am Ende warst Du doch nur Trainingsweltmeister. Mehr nicht. Wertlos. „Du musst eben Deine PS auf die Straße bekommen“. Diesen Spruch habe ich vor vielen Jahren zum ersten Mal von einem älteren Herrn im Vorstand eines großen Finanzunternehmens mitbekommen.

Strategisches Deinvestieren

Du hast in den letzten Jahren viel investiert: in Deine Technik, in Deine Fähigkeiten. Jetzt, zu Anfang des neuen Jahres und dieser ungewissen Zeit, in der wir uns befinden, lohnt sich die Besinnung auf das Wesentliche. Klar, wir wollen alle wachsen und unser volles Potenzial erreichen. Doch manchmal müssen wir auch loslassen, um mehr zu erreichen. Den ganzen schweren Ballast abwerfen und nicht mehr nur unterdrücken und weiterschieben. Loslassen ist oft schwieriger als das Aufnehmen

Der Weg ist das Ziel

Im vorletzten Blogeintrag habe ich über das neue Buch von Seth Godin geschrieben. Eigentlich ist das kein besonders originelles Buch, thematisiert es doch nur ein weiteres Mal das „Anfangen“ und das „Dranbleiben“. Eine Komponente gefällt mir in dem Buch ganz besonders. Und zwar das Thema „Vertrauen“. Denn jeder Kreativ schaffende muss seinem Weg vertrauen. Das hat nichts mit Selbstbewusstsein zu tun. Auf dem Weg kommen immer wieder Zweifel. Ist das überhaupt der richtige Weg, verrenne ich mich nicht, sitze ich auf einem toten Pferd, führt dieser Weg irgendwo hin oder war das alles eine gigantische Zeitverschwendung?

Nie mehr im Wie verstecken

Ich habe auf der englischen Seite dieses Blogs bereits darüber geschrieben, warum wir uns nicht zu sehr mit dem „Wie“ verzetteln und auch nicht die ganze Zeit über das „Warum“ zaudern sollten. Stattdessen sollten wir uns wieder mehr mit dem „Was“ beschäftigen. Wenn das klar ist, kommt das „Wie“ ganz automatisch. Zu Beginn des Jahres möchte ich noch eine weitere Fragestellung anbieten, die Dir viel Zeit und Energie spart, um die wirklich wichtigen Dinge hinzubekommen: wozu.

The Practice von Seth Godin - eine kurze Buchrezension

Es gibt Bücher, die hat man irgendwie schon mal gelesen. Das Thema ist bekannt und auch die Aussage. Und trotzdem lesen wir sie noch einmal. Oder: Wir kaufen uns ein Buch, dessen Hauptaussage wir schon längst verstanden haben sollten. Ein Beispiel sind Meditationsbücher: Die Hauptaussage ist „lies keine Bücher, sondern setz Dich hin und meditiere. Täglich und für den Rest Deines Lebens.“ Und, machst Du es? Nein, aber ein weiteres Buch zum Thema könnte vielleicht helfen, es doch durchzuziehen.

Image-Backup auf dem Raspberry Pi

Was passiert, wenn Dein Computer - aus welchem Grund auch immer - abstürzt, oder Deine Festplatte plötzlich platt ist? Hast Du ein Backup? Fein. Aber hast Du auch schon mal den Ernstfall geprobt? Kannst Du Dein Backup denn wiederherstellen? Ich hatte ja schon vor ein paar Monaten über Klons auf dem Raspberry Pi geschrieben. Das geht gut und schnell. Doch nicht immer hat man den USB-Stick zur Hand, auf den man das Backup - oder den „Klon“ geschrieben hat.

Magischer Feinstaun

Ooooh, aaaah, boooaaaahhhh: Das sind Geräusche, die kommen tief aus dem Bauch. Es sind ausgesprochene Gefühle der Verwunderung, des Staunens. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit verbindet man Staunen mit Kindern. Staunend kommen sie ins Wohnzimmer und freuen sich über die Bescherung. Wie konnte es das Christkind schaffen, das alles unter den Weihnachtsbaum zu legen? Dabei wird das Staunen auch gerne unterschätzt. Kinder staunen. Und zynische Erwachsene sagen, dass die Kids halt staunen, weil sie es einfach noch nicht besser wissen.

Wenn ich diese Tastatur kaufe, dann werde ich zum Bestsellerautoren...

Vielleicht kennst Du das auch: Du willst etwas erreichen und benötigst etwas ganz dringend, um zu Deinem Ziel zu kommen. Du brauchst eine richtig gute Kamera, um Deinen Youtube-Kanal zu starten. Du brauchst eine gute Videoschneidesoftware. Dann brauchst Du irgendwelche Plugins, ein Mikrofon und noch mehr. Und dann brauchst Du viel Zeit, um das alles zu recherchieren, denn Du willst nur das Beste kaufen. Wenn Du dann viel Geld ausgegeben hast, dann musst Du natürlich erst einmal eine Menge lernen.

Die virtuelle Zusammenarbeit verändert sich

In der vergangenen Woche hatte ich drei Erlebnisse mit potentiellen Kunden, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Es waren also virtuelle neue Kontakte. Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier schon ein Muster erkenne, aber es ist schon interessant, was hier gerade passiert… Ich muss dazu sagen, dass mein Hauptgeschäft immer schon aus Empfehlungen bestand. Scheinbar suchen gerade viele Menschen nach bestimmten Keywords, zum Beispiel die Kombination „B2B“, „Social Media“ und „Coaching“.

Rode Wireless Go als Gamechanger

Ich habe mir vor ein paar Monaten ein Rode Wireless Go Funkmikrofon gekauft und wahrscheinlich bin ich einer der wenigen, der das Mikrofon anders benutzt als alle anderen. Natürlich habe ich das Mikrofon auch, um es an meine Kamera zu stecken und ohne Kabelsalat mal schnell etwas in guter Audioqualität aufzunehmen. Aber für mich gibt es dafür noch andere Einsatzmöglichkeit, die ich noch viel spannender finde. Und zwar benutze ich das Mikrofon für meine Diktatgänge.

Manchmal muss man fragen...

Welche Inhalte könnten für meine Zielgruppe interessant sein? Vieles davon entsteht ja “aus dem Bauch” und das ist gut so. Denn ich will über etwas schreiben, das mich interessiert und was mich fachlich oder menschlich weiterbringt. Also: Was ich vielleicht noch gar nicht so gut weiß, aber durch die Inhaltserstellung besser durchdringe. Und dann gibt es die ganzen SEO-Spezialisten, die eine Handvoll Keywords in den Ring schmeißen und dagen: Mach mal.

Wie drag & drop in GitPitch funktioniert

Ich hatte ja schon im vorherigen Beitrag erklärt, warum ich GitPitch so interessant finde. In diesem Posting gehe ich mehr auf die Basics ein. Seit der Version 4 hat GitPitch eine neue Art der Positionierung von Elementen. Der Entwickler nennt es das GitPitch-“Grid-System”. Bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich es verstanden habe. Wenn das aber einmal sitzt, dann ist es eine große Freude damit zu arbeiten. Genial einfach - wenn man es verstanden hat

So steuerst Du OBS-Szenen in einer GitPitch-Präsentation

Okay, das ist vielleicht ein ziemliches Nischenthema. Und wer OBS Studio (das braucht wahrscheinlich weniger Erklärung) und GitPitch (damit kann man geniale Präsentationen per Markdown machen) nicht kennt, kann gleich weiterblättern. Wenn Ihr aber beides im Einsatz habt (oder nur OBS und Ihr wollt weg von Powerpoint), dann habe ich einen interessanten Workflow gefunden. Die Idee: Stell Dir vor, Du hältst eine Online-Präsentation und nimmst mit OBS auf. Dann kannst Du natürlich jetzt schon Szenen festlegen, die Dein Webkamera-Bild an bestimmten Stellen ein- oder ausblendet.