Reiner Gärtner

Persönliche Notizen aus Digitalien.

Reiner Gärtner - Newcastle, Australien

Wir schreiben für China - „Prime time“ für Übersetzungen

Ich habe mich kürzlich gefragt, ob die automatisierten Übersetzungen von Google Translate und co. mittlerweile so gut geworden sind, dass man sie bedenkenlos auch Sprachen übersetzen lassen könnte, deren Übersetzung man nicht mehr kontrollieren kann. Schließlich leben wir in einer globalen Welt. Und da wäre es interessant, Websites zu erstellen, die gar nicht deutsche Leser interessieren, sondern die ohne Umweg andere Sprachkulturen ansprechen. Ich denke da beispielsweise in Richtung Reiseführer und Services.

Werden Sie Meinungsführer in LinkedIn mit Ihrem eigenen Beitrag

Eine hemungslose Werbung für mein Social Media-Coaching-Angebot. Aber ich finde, Sie können es wirklich gut gebrauchen. Schauen Sie sich das mal! Sie wollen sich zum digitalen Meinungsführer in LinkedIn aufbauen? dann reicht es natürlich nicht, dass sie nur ihr Profil optimieren. Sie müssen aktive Networking und ihren Kontakten und potentiellen Geschäftskontakte erklären, wofür sie stehen. Da bieten sich ideal die sogenannten „Long Form Posts“, also die langen Beiträge in LinkedIn an.

Warum Philips SpeechLive doch kein Dragon-Killer ist

Ich will so viel Zeit wie möglich in Bewegung erledigen. Deswegen suche ich schon seit längerer Zeit nach den besten Workflows, um so viel wie möglich klein und mobil zu erledigen. Vieles geht schon, aber was mich aber noch immer an meinem Desktop fesselt – oder sagen wir lieber, wozu ich noch einen größeren Rechner brauche — ist die Übertragung meiner in Bewegung gesprochenen Texte. Die Transkription funktioniert ja nur mit DragonDictate.

Wie halten Sie die Geschwindigkeit aus?

Die Veränderungen im technischen Bereich sind mittlerweile so schnell, dass wir Menschen kaum noch nachkommen. Thema Blockchain, beispielsweise:. Da fehlt mir einfach noch immer das nötige Grundwissen. Es fühlt sich so an als werde ich da gerade komplett abgehängt. Das ist neu. Ich war und bin doch immer vorne dabei. Aber überall vorne? Das geht nicht. Fahrradkette: Hätte ich mich vor einigen Jahren in das Thema Blockchain hereingearbeitet, hätte ich Mut bewiesen, hätte ich etwas Geld investiert, dann wäre hier sehr viel Geld zu verdienen gewesen.

Fünf Gründe, warum ihre Präsentation niemals ein TED-Talk wird (oder vielleicht doch?)

Heutzutage redet jeder von TED-Talks. Die Präsentation muss anders sein als die üblichen langweiligen Listen und textlastigen Folien? Klassische Beraterantwort: Da machen mir doch einen TED Talk draus! Wir machen es frischer, wir arbeiten mit mehr Bildern, wir haben nur ganz wenige Worte auf den Folien; dafür sind die Worte ganz fett gedruckt. Wir erzählen eine Geschichte. Storytelling ist ja so trendy, in 12 Minuten sind wir durch (und Sie ein Star!

Sind sie ein Gewinner (oder nur Trainingsweltmeister)?

Sie können sich stundenlang auf den wichtigen Business-Pitch, das entscheidende Interview oder das spannende Buchprojekt vorbereiten. Oder den Tag so gut vorplanen, dass Sie perfekt vorbereitet sind. Doch sind Sie zu 100 Prozent da, wenn es zählt? Im Trainingsmodus recherchieren, organisieren, planen und träumen sie. Deadlines sind da, um sie zu überschreiten. Im Training ist das nicht schlimm. Kein Druck, alles easy. Training macht Spaß. Im Wettkampfmodus geht es um die Wurst.

Meine E-Mail-Öffnungszeiten

Wer in letzter Zeit E-Mails von mir bekommen hat wird sich vielleicht ein wenig wundern. Denn in der Signatur steht: Bitte beachten Sie meine neuen E-Mail-Öffnungszeiten um 10 und um 16 Uhr. Was hat er sich denn da wieder ausgedacht, werden Sie sich vielleicht fragen. Ich meine das ernst. So wie damals mit meiner Standardsignatur, so um 1997: You can´t stop the waves — but you can learn to surf.

Als die Suchroboter kamen

Eine Kolumne für Internet Professionell aus dem Jahr 2002 … Achtlos schob ich den gräulichen, etwa schmuddelig wirkenden Duschvorhang zur Seite. Da saß schon wieder so ein kleiner, metallisch blinkender Blechkasten in meinem Waschbecken. Groß war der Kasten nicht. Er hatte vielleicht die Maße einer Zigarettenschachtel. Vorne klebte eine winzige Fotolinse und zwei LEDs, grün und gelb; oben ragte eine schmale Antenne heraus. „Wer bist Du?“, fragte ich erstaunt und bedeckte mich währenddessen flüchtig mit einem alten Handtuch.

Do-it-yourself Marktforschung

Ein Besuch im Internet-Archiv. Damals reichten zwei Häuser, das hat sich stark geändert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Internetarchiv noch immer in den weißen Holzhäuser im Presidio untergebracht ist. Alle Macht den Surfern: Alternative Marktforschungswege geben sowohl Surfern als auch Unternehmen frische Erkenntnisse über Nutzungsverhalten — Surfer freuen sich über die Navigationshilfe, Unternehmen über nützliche Hilfestellungen zur Konkurrenzanalyse. Als Brewster Kahle und Bruce Gilliat vor knapp vier Jahren das Startup Alexa Internet im ehemaligen Armee-Sperrbezirk mit Blick auf die Golden Gate-Brücke in San Francisco gründeten, war kurz darauf das neue Navigationstool von Alexa in aller Munde: Niemand wusste damals so richtig, welche Webseiten populär waren; die großen Marktforschungsunternehmen bewegten sich erst langsam in Richtung Webforschung.

Im Internet wird mehr gelogen als gedruckt

Dieser Beitrag handelt von “Urban Legends”. Damals war es ein großes Thema, dass im Internet auch hin- und wieder Unwahrheiten geschrieben werden, die auch damals schon munter weiterverteilt wurden. Es gab zwar noch keine Social Media-Netzwerke, aber trotzdem wurden die Geschichten auf anderen Websites und vor allem in Foren und im Usenet aufgegriffen. Den Netzwerk-Effekt gab es also schon weit vor Facebook und co. Wie so oft im Leben, beginnt auch diese Geschichte mit Keksen: Anne Whitfield sitzt mit ihrer Tochter im Neiman-Marcus-Café in Dallas und knabbert genüsslich an einem Schokoladenkeks.

Mit goldenen Brotkrumen zum Werbeerfolg im Internet

Das war eines meiner ersten Interviews mit einem Startup-Boss. Ich bin über die Bay Bridge von San Francisco raus nach Berkeley gefahren und habe Nat Goldhaber meine Visitenkarte gegeben. Die Visitenkarte hatte ich noch am Vortag an einem Automaten am Bahnhof gedruckt. Auf der Karte stand: “German Trend Scout”. Genau so habe ich mich gesehen: weniger als Journalist, sondern als jemand, der immer weit vorne ist und darüber schreibt. Nat schaute sich die Karte etwas erstaunt und auch leicht belustigt an.